
Am 10.05.2011 ging ich um 17:00 Uhr mit meinem 9monatigen Mischling Muffin in Mellrichstadt (in den Gärten) spazieren...
Alles war wunderbar und Muffin angeleint. Plötzlich sah ich eine Frau mit einer Leine durch die Wiese Richtung Streu laufen, doch ich konnte keinen Hund entdecken. Ich hielt Muffin kurz und lief weiter. Auf einmal sprang aus der hohen Wiese ein großer, schwarzer Schäferhund direkt auf uns zu, packte meinen Hund, biss ihn mehrmals und schüttelte ihn wie wild hin und her. Ich fing an zu schreien und warf mich, als der Schäferhund kurz loslies um wieder zuzupacken, zwischen ihn und nahm Muffin auf den Arm.
Ich konnte den Hund erfolgreich abwehren, obwohl er immer wieder nach Muffin schnappte und er mich dabei leicht an der Hand erwischte.
Die Hundefüherin kam schließlich ohne besondere Eile aus der Wiese und nahm ihren immer noch bellenden Hund an die Leine. Ich saß auf dem Boden und versuchte meinen schreienden und aus mehreren Bauchwunden blutenden Hund zu beruhigen. Nachdem die Frau es nicht für nötig hielt, sich nach mir oder gar nach Muffin zu erkundigen, schrie ich sie völlig fertig an, ob sie nicht total spinne, ihren Hund frei laufen zu lassen und das ich ihren Namen und Telefonnummer wissen wolle.
Daraufhin meinte die Frau SEELENRUHIG, es wäre nichts passiert, ihr Hund würde NIE etwas tun und auch nur AUSNAHMSWEISE leinenlos herumlaufen.
Dann nannte sie mir ihren Namen und wandte sich zum gehen.
Ich war mit den Nerven am ende und konnte mich in dem Moment nicht weiter um die Frau kümmern. Ich hielt meinen Hund auf dem Arm und versuchte unter Tränen, ihn zu beruhigen und fing an zu laufen. 20 Minuten musste ich auf dem Heimweg zurücklegen, mir lief das Blut die Hände herab.
Auf halbem Weg begegnete mir Herr H. in seinem Garten, der mir den Namen der Frau nochmal bestätigte und mir sagte, das ihm der Hund bereits des öfteren frei herumlief und agressiv sei.
Daheim angekommen setzte ich mich sofort mit meiner Mutter ins Auto und fuhren zum Tierarzt Dr. W.
Dieser konnte Muffin aber noch nicht helfen und gab ihm eine Spritze gegen die Panik und den Schock und schickte mich wieder heim, ich sollte in 2 Stunden wiederkommen.
In der Zwischenzeit rief ich die Polizei und zeigte die Frau an.
Nachdem die Polizei dann bei dem Besitzer war, rief dieser (NICHT die Frau!!) bei mir an und erkundigte sich. Er meinte sofort das seine Versicherung alles bezahlen würde und fragte, ob ich im Falle von Muffins Ableben einen neuen Hund wöllte.
Muffin lag die ganze Zeit still und atmete schwer und unter Schmerzen. Er ließ sich nur teilweise und nur von mir beruhigen.
Um 19:30 Uhr fuhr ich mit meinem Freund erneut zu Dr. W., der uns nun nach Bad Kissingen überwies.
Die 35minütige Autofahrt war der Horror. Immer wieder sagte ich Muffin, das er wach bleiben müsse.
Er wurde in der Tierklinik sofort operiert. Nach dem Zunähen erlag er dem Schock und den schweren Verletzungen.
Lisa-Marie Tomenendal
